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Geliebt, gehasst, getötet – warum Tierschutz auch in der Schweiz dringend nötig ist

Das Leid der Katzen in der Schweiz wird massiv unterschätzt. Während man gerne mit dem Finger ins Ausland zeigt und anprangert, was dort alles in Sachen Tierschutz versäumt wird, geht vergessen, dass hierzulande ebenso viele Tiere unnötigerweise sterben.

Verwilderte Katzen in einer Gärtnerei am Stadtrand von Zürich, Bild: © NetAP, www.netap.ch

Der französische Lyriker Victor Hugo soll einmal gesagt haben: «Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat.» Allein in der Schweiz tummeln sich laut Schätzungen gegen 1,5 Millionen dieser Tiger und haben es damit an die Spitze der Beliebtheitsskala für Haustiere geschafft. Längst nicht alle dieser Vierbeiner werden aber gestreichelt, gefüttert und geliebt, wie Victor Hugo sich das wohl für alle Katzen gewünscht hätte.

Tausende von herrenlosen, verwilderten oder vernachlässigten Katzen vegetieren auf Bauernhöfen, in Schrebergärten, auf  Fabrikarealen, in Siedlungen und Gärtnereien jämmerlich vor sich hin. Sie leiden an Hunger, Krankheiten und Verletzungen und sind oft erbarmungslos jeder Witterung ausgesetzt. Als ob das nicht bereits reichen würde, erblicken zusätzlich laufend Jungtiere das Licht der Welt, denn die meist unkastrierten Tiere vermehren sich exponentiell. Aus einem Katzenpaar können, wenn sämtliche Tiere überleben und sich ebenfalls weiter paaren, rein rechnerisch gesehen innert 10 Jahren 80 Millionen Tiere hervorgehen. Ein irrsinniger Kreislauf des Elends, den es unbedingt zu unterbrechen gilt. Doch wie?

© Katzen Magazin 6/14 - www.netap.ch