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Kastrationstag vom 1. Dezember 2019 für verwilderte Katzen und Bauernhofkatzen

Kastrationstag des Tierschutzvereins Steckborn

In den letzten Monaten wurden im Gebiet Gündelhart–Hörhausen vermehrt Fälle von Felinem Immunschwäche Virus (FIV), dem Katzen-Aids, festgestellt. Dieses Virus wird überwiegend bei der Paarung und von der Mutter auf die Jungen übertragen, nur ganz selten durch Bisse. Es ist nicht heilbar und endet tödlich, allerdings können die Katzen mehrere Jahre gut damit leben, geben aber in dieser Zeit das Virus an andere weiter. Ausser sie sind kastriert, dann kann die Ausbreitung gestoppt werden. Dies war für den Tierschutzverein Steckborn und Umgebung Anlass genug, eine grössere Kastrationsaktion durchzuführen; Bauernhofkatzen und verwilderte Hauskatzen sollten kostenlos kastriert werden. Per Flugblatt wurde die Bevölkerung von Gündelhart und Hörhausen informiert. Leider, und zum Erstaunen des Vorstandes, gab es nicht so viele Anmeldungen wie erhofft, obwohl die Tiere sogar vom Verein abgeholt und zurück gebracht wurden und zahlreiche Katzenfallen ebenfalls inklusive Bring- und Holservice bereit standen.

20 freiwillige Helfer versammelten sich dann am Sonntagmorgen früh. Die Tierärztin Lisa Goldinger erklärte erst ausführlich den Ablauf, waren doch die meisten das erste Mal an einer solchen Massenkastration dabei. Alles klappte perfekt, rasch fand jeder Helfer seinen Platz wie ein Rad im Uhrwerk: Die Katzen wurde einer nach der anderen narkotisiert, geschoren und das Operationsgebiet desinfiziert, dann folgte die Kastration durch die 5 Tierärzte bevor die Katzen dann in der «Recovery» auf Wärmematten noch gegen Parasiten behandelt und geimpft wurden. Gab es doch einige mit Ohrmilben, Zecken und Bandwürmern, so dass die Helfer alle Hände voll zu tun hatten. Ganz zu schweigen von der Arbeit, die das Reinigen und Desinfizieren aller Katzentransportkistchen und des chirurgischen Besteckes mit sich brachte. Es wurde trotz der vielen Katzen streng auf die Hygiene geachtet, nach jeder Gruppe eines Hofes wurden alle Unterlagen und Tücher gewechselt.

Am Schluss waren 41 Katzen kastriert, 25 Kätzinnen und 16 Kater.

Möglich war dies Aktion nur durch die Mithilfe der Organisation NetAP, die das Material für so viele Katzen bereitstellte und die finanzielle Unterstützung des Schweizerischen Tierschutzverbandes STS. Für den Tierschutzverein Steckborn war diese Aktion eine Premiere, es war ein gelungener Anlass, an dem sich viele Mitglieder tatkräftig beteiligten. Alle Tiere kehrten am Abend wohlbehalten auf ihre Höfe zurück.

Instruktion
wartende Katzen
Tierärzte und Assistentinnen bei der Arbeit
im Aufwachraum :-)